Fachexkursion der Metall-Innung Gera
Die Metall-Innung Gera unternahm eine zweitägige Fachexkursion, die den Mitgliedern sowohl fachliche Einblicke als auch Gelegenheit zum Austausch bot.
Erster Programmpunkt war der Besuch von Schloss Ehrenstein in Ohrdruf, dessen Sanierung nach dem Brand von 2013 für das Metallhandwerk besonders interessant ist. Bei der Wiederherstellung spielte moderner Stahlbau eine zentrale Rolle: Der ausgebrannte Dachstuhl wurde durch eine Stahlkonstruktion ersetzt, bei der brandschutzbeschichtete Stahlträger, anspruchsvolle Verbindungstechniken und die statische Einbindung in die historische Bausubstanz eine wesentliche Rolle spielten. Zudem wurde im Schloss ein Modell des Tobiashammers präsentiert – ein technisches Denkmal mit historischen Schmiedehämmern, das den Teilnehmenden anschaulich vermittelte, wie Metallbearbeitung früher funktionierte und welche Verbindungen es zur heutigen handwerklichen Praxis gibt.
Im Anschluss fuhr die Gruppe weiter nach Oberhof, um die bekannten Sportstätten zu besichtigen. Die Teilnehmer erhielten Einblicke in die technischen Anlagen der Region, die Wintersport- und Biathlonarena sowie die dahinterstehenden baulichen und metalltechnischen Strukturen. Ein kleines Biathlonschießen rundete den Besuch ab und sorgte für ein gemeinsames Erlebnis abseits des Arbeitsalltags.
Am darauffolgenden Tag stand zu Beginn das Netzwerken im Mittelpunkt. Hier wurden fachliche Themen vertieft, Erfahrungen ausgetauscht und Informationen des Landesverbandes Metall weitergegeben – unter anderem zu aktuellen Entwicklungen im Verband, zu Fortbildungsangeboten, technischen Neuerungen und branchenspezifischen Herausforderungen. Anschließend ging es für die Gruppe weiter nach Suhl. Im Fahrzeugmuseum Suhl erlebte die Gruppe regionale Fahrzeuggeschichte mit einem klaren Blick auf die Technik dahinter. Von Simson-Zweirädern bis zu Sportmaschinen wurde sichtbar, wie sich Konstruktion, Materialien und Verarbeitung entwickelt haben. Restaurierte Exponate und Schnittmodelle machten grundlegende Prinzipien bei Rahmen, Antrieb und Bremsen anschaulich. Die Führung war kompakt, gut verständlich und bot reichlich Stoff für Gespräche und Austausch in der Runde.
Für Innungsmitglieder bietet solche Exkursionen einen klaren Mehrwert: Sie verbinden praxisrelevante fachliche Einblicke mit direkter Kommunikation zwischen Betrieben, Innung, Landesverband und Experten.
Die Fachexkursion zeigte, wie wertvoll der offene Austausch innerhalb der Innung ist. Die Teilnehmer nahmen neue Impulse aus den besuchten Projekten mit und konnten gleichzeitig die Zusammenarbeit und den Kontakt untereinander intensivieren. Solche Veranstaltungen machen deutlich, dass Innungsmitgliedschaft nicht nur Unterstützung im Alltag bietet, sondern auch Zugang zu Fachwissen, Vernetzung und gemeinsamen Lernerfahrungen schafft.

© KHS AGZ
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